Erica Hamers

Ich heiße Erica Hamers und bin am 15. Juli 1970 in Johannesburg, Republik Südafrika geboren. Zeitweilig lebte ich bei meinen Großeltern, die ihrerseits vormals ins heutige Namibia damals Deutsch-Südwestafrika ausgewandert waren. Sie waren sehr tierlieb und naturverbunden. Hunde gehörten immer dazu. Die beiden züchteten mit einer Schäferhündin ab und an einen Wurf. Als meine Großeltern nach Deutschland zurück kehrten ging ich mit und kam so nach Düsseldorf. Seither würde ich mich als bekennende Wahlrheinländerin bezeichnen.

Mit vier Jahren bekam ich mein erstes „eigenes“ „Haustier“. Eine griechische Landschildkröte namens Peter. Er hatte schon ein wenig Glück, denn es gab ein Außengehege, eine Überwinterung in der Laubkiste im ungeheizten Keller und Wildkräuter (wenn auch wahrscheinlich zuviel Löwenzahn). Es folgten andere Tiere u. a. Froschlaich aus dem zunächst 39 Kaulquappen und dann Jungfrösche wurden, die in der Düssel wieder ihre Freiheit fanden. Immer beschäftigte ich mich mit Hunden, hatte einen Rottweiler, danach einen Pon, war im APH (Allgemeiner Klub für Polnische Hunderassen) und VDH (Verband für das deutsche Hundewesen) aktiv. Auch heute gibt es bei uns zuhause seit 13 Jahren eine Tibetterrierhündin namens Jan ba (tibetisch für: „leicht an Gewicht“ – die Züchterin hatte sie schon getauft). Durch einen Freund lernte ich Pfeilgiftfrösche kennen und hielt Azureus. Die Schildkröten ließen mich aber nie ganz los, und als sich meine Lebensumstände veränderten, wollte ich dann doch auch wieder Schildkröten haben. Ich machte mich schlau und fing an zu lesen. Damals noch viel althergebracht in echten Büchern aber auch schon im Internet und als ich dann per Zufall eine Anzeige las: 1,1 Chersinen abzugeben, konnte ich quasi gar nicht anders. Diese Art, die ich aus meiner Heimat her kannte, hatte ich hier in Deutschland sonst noch nie gesehen. So kam ich zu meinen ersten beiden Schildkröten, denen noch so einige folgten.

Beruflich war ich nach erster Ausbildung Justizfachangestellte und als Protokollführerin beim Amtsgericht Düsseldorf tätig. In zweiter Berufswahl habe ich dann
studiert und bin nun Dipl. Verwaltungsbetriebswirtin und habe vor einigen Jahren noch den Bilanzbuchhalter für Städte und Kommunen gemacht. Ich bin als Beamtin bei der Stadt Mönchengladbach im Fachbereich Geoinformationen und Grundstücksmanagement für die Finanzen und die Kosten- und Leistungsrechnung zuständig. Außerdem bin ich Ausbildungsbeauftragte für Vermessungstechniker/innen und für Kaufleute für Bürokommunikation.

Ich lebe mit meinem Mann, meiner im April 2009 geborenen Tochter Lisa Valerie, Hund, Kater, Schildkröten, Kleinem Igeltanrek und Achatschnecken in ländlicher Umgebung.

Meine Hobbys sind meine Tochter, mein Mann, meine Tiere und irgendwann gewiss auch wieder das Motorradfahren, das ich auf Grund von Zeitmangel derzeit aufgegeben habe.

Ich glaube, dass man nicht nur an bestehenden Strukturen rummeckern darf, sondern denke, dass jeder dazu beitragen sollte, dass Dinge sich verändern. Dazu muss gar kein großer Aufwand betrieben werden, sondern es reicht schon, wenn jeder in seinem „kleinen“ Umfeld dazu beiträgt.

Wichtig ist Verständnis zu schaffen für unsere Tiere und für unser Hobby. Denn nur was der Mensch versteht, akzeptiert und schützt er. Was durch Unwissenheit und Lobbyismus passieren kann, sieht man, wenn man sich z. B. mit dem Thema „Kampfhundeverordnung“ auseinander setzt.

Für mich besteht Tierschutz auch darin, dass es jedem gehaltenen Tier so gut wie möglich gehen sollte. Und ich bin offen gesagt für einen „Sachkundenachweis“ für jedes Tier, das angeschafft werden soll. Damit auch die Meerschweinchen- und Kaninchenkäufer endlich „erfahren“, dass sie sich diese Tiere für die nächsten mindestens zwölf Jahre anschaffen, und nicht nur bis zum nächsten Sommerurlaub, aus dem sie dann aber noch eine niedliche kleine Schildkröte vom Basar mitbringen. Ich möchte kein „Tierverbraucher“ sein, sondern dazu beitragen, dass Nachzuchten jedem die Freude an meinen Hobbys ermöglichen. Und das auch noch in 30 Jahren. Hierfür würde ich mir wünschen, dass auch SIE dazu beitragen, indem Sie uns an Ihrem Wissen und an Ihren Haltungserfahrungen teilhaben lassen. Lassen Sie uns bei Ihren Erfolgen und bei Ihren Misserfolgen über Ihre Schulter schauen. Eine kleine Mail an unsere Redaktion reicht da schon!! Und wenn Sie nicht so gern schreiben mögen – rufen Sie an! Wir bringen es dann (wenn gewünscht auch anonym) in Schriftform. Denn gerade in unserem Hobby können wir noch so viel voneinander lernen.

Ich hoffe, dass wir hier alle gemeinsam ein Stückchen „bessere Welt“ für die Tiere schaffen, die wir alle so lieben, halten und pflegen möchten.

Mit besten Grüßen Ihre

Ricki Hamers

Aktualisiert (Freitag, den 07. Januar 2011 um 08:32 Uhr)